Three hands with puzzle pieces and a light bulb in the middle

Aus einer Idee wird echte Wirkung

Wer steht hinter limu.eco?

Timo, founder and owner of limu.eco

Timo Geuggis ist der Gründer und Ideengeber hinter dem Zürcher Startup limu.eco. Seit 2020 setzt er sich intensiv dafür ein, Biomasse aus unseren heimischen Flüssen und Seen zu einem hochwertigen Rohstoff zu veredeln. Wie es dazu kam, verrät er hier am besten selber.

Ein vielseitiger Rohstoff – direkt aus unseren Gewässern?!

Ich bin in der Stadt Zürich aufgewachsen und war sehr häufig an unserem schönen Zürichsee.

Dabei ist mir immer wieder aufgefallen, dass ein Boot in den Häfen oder bei den Bootsplätzen Halt macht und dabei enorme Mengen an Biomasse an Deck zieht. Nach Recherchen habe ich herausgefunden, dass es sich dabei um ein ‹Mähboot› handelt.

Mowing boat in action on the water

«Immer wieder ist mir dieses schwimmende Gefährt aufgefallen – und bald wusste ich, dass es sich um ein ‹Mähboot› handelt.»

Timo Geuggis

Der Weg zum neuen Rohstoff

Dass die Biomasse nach dem Mähen mehrheitlich als Abfall entsorgt wird, hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe mir intensiv dazu Gedanken gemacht, was man mit diesem Material machen könnte. Nach unzähligen Versuchen und vielversprechenden Resultaten wusste ich, dass mein Konzept zur Aufwertung eines komplexen Rohstoffs zu leistungsfähigen Additiven funktioniert.

Da war mir klar, die Idee braucht ein Zuhause und so habe ich die limu.eco GmbH 2024 gegründet. Wir haben heute ein fundiertes Wissen und Expertise, wie wir den vielseitigen Rohstoff über speziell entwickelte Verfahren aufwerten, ohne dass wertvolle Bestandteile dabei verloren gehen.

Mit unserem Netzwerk zu Biopolymehrproduzenten, Produzenten von nachhaltigen Produkten, Behörden etc. arbeiten wir nun intensiv daran, die Wertschöpfung Schritt für Schritt weiterzubringen.

Müsst ihr das Rohmaterial weit transportieren?

Nein. Mit unserem Geschäftsmodell halten wir den Transportweg bewusst extrem kurz. Der lokal anfallende aquatische Abfall wird zwar (noch) nicht vollständig direkt am Entstehungsort verarbeitet, jedoch über minimalste Distanzen zu unserem ersten Pilotstandort gebracht.

Dadurch bleibt die gesamte Wertschöpfungskette regional verankert und die ökologische Belastung durch Transporte wird auf ein Minimum reduziert.

Ist euer handeln nachhaltig?

Auf jeden Fall – unser ganzes Geschäftsmodell ist auf echte, messbare Nachhaltigkeit ausgerichtet. Wir nutzen einen bestehenden aquatischen Abfallstrom als vielseitige Rohstoffquelle.

Das heisst konkret:

  • keine zusätzlichen Flächen
  • keine Konkurrenz zu Lebensmitteln
  • keine Bewässerung
  • kein Dünger
  • und keine unnötigen Eingriffe in die Biodiversität

Wir verwerten ausschliesslich Material, das heute sowieso entfernt und entsorgt werden muss.

Nebst dem Nutzen, welchen wir durch unsere Additive generieren, entsteht bereits im Umgang mit der Biomasse ein wesentlicher Mehrwert. Wir verwandeln einen bestehenden Abfallstrom in eine regionale Ressource und reduzieren so Umweltbelastungen, Transportwege und Entsorgungsaufwand.

Dadurch schaffen wir Wirkung auf zwei Ebenen – im Material selbst und bereits weit davor im gesamten Wertschöpfungsprozess. So entsteht aus einem heutigen linearen Abfallstrom eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich sinnvolle Wertschöpfung – flexibel skalierbar und zukunftsgerichtet.

-> Das verstehen wir unter echter Nachhaltigkeit – ©limu.eco GmbH

Kannst du etwas mehr über das Additiv sagen?

Unser erstes Additiv konzentriert sich darauf, die biologische Zersetzung von abbaubaren Kunststoffen deutlich effizienter zu machen. Das ist nur der Anfang, es werden weitere Additiv-Varianten kommen – stay tuned!

Wo steht limu.eco aktuell?

An unserem Pilotstandort können wir heute aquatische Abfallbiomasse innert kurzer Zeit in lagerfähiges Material überführen. Den Upcycling-Prozess entwickeln wir kontinuierlich weiter, mit dem klaren Ziel, in absehbarer Zeit die industrielle Reife zu erreichen.

Zusätzlich konnten wir erfolgreich nachweisen, dass sich unsere Materiallösung sowohl in der Spritzgusstechnik als auch in der Folienextrusion verarbeiten lässt. In kurzer Zeit haben wir grosse Fortschritte erzielt – und die Reise geht mit Vollgas weiter.

Wir suchen gezielt nach spannenden Anwendungsfällen, um unsere Additiv-Palette konsequent an realen Kundenbedürfnissen auszurichten und weiterzuentwickeln.

Wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme – völlig unverbindlich.